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Kontakt

DRK-Rettungsdienst Radeberg-Pulsnitz gemeinnützige GmbH

Pulsnitzer Strasse 69
01454 Radeberg

Tel.: 03528/ 413689

Fax: 03528/ 413691

rettungsdienst(at)drk-dresden.de

Berufsbilder im Rettungsdienst

Notfallsanitäter

Mit der Ausbildung zum Notfallsanitäter (m/w) erwerben die Auszubildenden die höchste medizinische nichtärztliche Ausbildung in Deutschland. Darüber hinaus erhalten die Auszubildenden eine angemessene Ausbildungsvergütung. Es handelt sich um eine 3-jährige Ausbildung. Das bedeutet, dass es blockweise einen regelmäßigen Wechsel zwischen Berufsfachschule (Landesrettungsschule Sachsen) und dem Ausbildungsbetrieb (Einrichtung des Rettungsdienstes) sowie einem geeigneten Klinikum gibt.

 

Wie gestaltet sich die Ausbildung beim DRK

Das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen bildet seit dem 1. September 2014 sachsenweit Notfallsanitäter (m/w) aus.

Die Landesrettungsschule übernimmt dabei den theoretischen und praktischen Unterricht, wobei in der Einrichtung des Rettungsdienstes (Lehrrettungswache) und der Klinik das erlernte Wissen praktisch angewendet und weiter vertieft werden kann, handlungsorientiert und praxisnah. Die Koordination und Organisation der klinischen Ausbildungsanteile übernimmt für Sie die Landesrettungsschule Sachsen und die Lehrrettungswache.

 

 

Welche Voraussetzungen solltest du mitbringen?

 Als Zugangsvoraussetzungen gelten:

§  gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes

§  Realschulabschluss oder

§  Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene mind. zweijährige Berufsausbildung

§  Sprachniveau Deutsch mindestens B2

 

Wie läuft das Bewerbungsverfahren für das Schuljahr ab?

Sende deine Bewerbungsunterlagen bitte an die Ausbildungsbetriebe (Lehrrettungswachen) deiner Wahl. Dort erfolgt das Auswahlverfahren der zukünftigen Schülerinnen und Schüler in einem gezielten Bewerbungsverfahren. Die Ausbildungsbetriebe schließen dann bei gegenseitiger Einigung bilaterale Ausbildungsverträge ab.

Die Landesrettungsschule Sachsen unterstützt diesen Bewerbungsprozess unter anderem durch einen schriftlichen Kompetenztest, welchen du mitunter an der Landesrettungsschule des DRK Bildungswerkes durchführst.

Mit deiner Bewerbung - vorzugsweise per E-Mail - reichst du bitte folgende Unterlagen bei den möglichen Ausbildungsbetrieben ein: 

§  Bewerbungsschreiben

§  tabellarischer Lebenslauf mit Passbild, Datum, Unterschrift, Kontaktdaten inkl. Email-Adresse 

§  Kopien der Zeugnisse (mittlere Reife/ Realschulabschluss, Fachhochschulreife, allgemeine Hochschulreife oder ein gleichwertiger Abschluss)

§  ärztliches Attest zur Ausübung des Berufes (erst bei Schulbeginn notwendig)

§  formlose Einverständniserklärung der Eltern zum Erlernen des Berufes bei Schüler/-innen unter 18 Jahren 

 

Quelle: drk-bildungswerk-sachsen.de/ausbildung/notfallsanitaeter.html

Rettungssanitäter

Rettungssanitäter (RettSan, RS) sind für den Rettungsdienst ausgebildete Personen. In der Ausbildung werden die Grundlagen der Notfallmedizin und Techniken der Rettung schwer verletzter oder erkrankter Personen erlernt.

 

Ausbildung

Die Ausbildung umfasst 520 Stunden und gliedert sich in vier Teile:

  • Zuerst werden 160 Stunden theoretische Grundlagen (der Lehrgang wird in manchen Bundesländern auch als "Rettungs(dienst)helfer"-Kurs bezeichnet) gelernt. Die behandelten Inhalte umfassen dabei Basiswissen zur Anatomie und Physiologie, allgemeine Inhalte und Maßnahmen der Notfallmedizin, spezielle Notfallkenntnisse zu wichtigen Fachgebieten (Innere Medizin, Chirurgie, Neurologie, Psychiatrie, Pädiatrie, etc.), weiter Themen zur Struktur des Rettungsdienstes sowie rechtliche und technische Inhalte. Praktische Übungen der Notfalltechniken sind ebenfalls ein integraler Bestandteil der Ausbildung.
  • Weitere 160 Stunden entfallen auf ein klinisches Praktikum in den Bereichen Notfallambulanz, Intensivstation und Anästhesie, in denen weitere medizinische Maßnahmen wie Vorbereiten einer Infusion, Assistenz bei der Intubation, Umgang mit Medikamenten, Patientenüberwachung, (klinische) Patientendokumentation etc. vermittelt werden.
  • Anschließend erfolgt ein 160-stündiges Praktikum auf einer Lehrrettungswache mit vorgeschriebenen Praktikantenschichten und der dazugehörigen Dokumentation auf Krankentransportwagen (KTW), Rettungswagen (RTW) und Notarztwagen (NAW) oder Notarzteinsatzfahrzeug (NEF).
  • Als letzter Teil der Ausbildung folgt ein 40-stündiger Abschlusslehrgang mit anschließender Prüfung mit schriftlichen, mündlichen und praktischen Teilen.
Rettungssanitäter werden von Hilfsorganisationen und an privaten Rettungsdienstschulen ausgebildet. Eine auf dem Rettungssanitäter aufbauende Weiterbildung zum Rettungsassistenten ist derzeit unter bestimmten Voraussetzungen (nach §8 (2) RettAssG) möglich.

 

Tätigkeitsbereiche

Rettungssanitäter kommen in Deutschland im Rettungsdienst zum Einsatz. Beim qualifizierten Krankentransport als Transportführer auf einem Krankentransportwagen und in der Notfallrettung sind sie häufig Teil der Besatzung eines Rettungswagens, Notarztwagens oder Notarzteinsatzfahrzeuges, hier ist ihre Aufgabe, die Versorgung des Patienten einzuleiten, Notarzt und Rettungsassistenten zu unterstützen und dabei die lebenswichtigen Körperfunktionen wiederherzustellen bzw. aufrechtzuerhalten, sowie die Transportfähigkeit des Patienten herzustellen.

 

Fortbildung

Je nach Regelung der einzelnen Bundesländer, des Unternehmens oder der Hilfsorganisation muss ein Rettungssanitäter jährlich bis zu 30 Zeitstunden Fortbildung im Rettungsdienst nachweisen, damit er weiterhin im Rettungsdienst bzw. Krankentransport eingesetzt werden darf.

 

Abgrenzung zum Rettungsassistenten

Manchmal ist es unbekannt, dass der Rettungsassistent in Deutschland eine umfangreichere Ausbildung als der Rettungssanitäter hat. Während es sich bei einem Rettungssanitäter um ein Tätigkeitsfeld handelt, das im Rahmen eines 520-stündigen Lehrgangs (vgl. 13 Wochen bei 40-Std.-Woche) zu erlernen ist und keinen anerkannten Ausbildungsberuf darstellt, ist für den Berufsabschluss als Rettungsassistent eine Ausbildungsdauer von 2 Jahren (Insellösung: 3 Jahre) erforderlich.

 

(Quelle: Wikipedia)

Organisatorischer Leiter Rettungsdienst

 Ein Organisatorischer Leiter (Rettungsdienst) (Abkürzung "OrgL", "OLRD" oder auch "Org.Leiter") ist ein Einsatzleiter im medizinischen Bereich der Notfallrettung.

Er führt zusammen mit dem Leitenden Notarzt (LNA) die ihm unterstellten Einheiten zur Bewältigung von Großschadensereignissen mit mehreren Verletzten oder Erkrankten mit dem Ziel einer bestmöglichen Versorgung aller Betroffenen.

Er handelt zur Gefahrenabwehr und wird nicht präventiv tätig. Seine Aufgaben umfassen:

  • Feststellung und Beurteilung der Schadenslage aus taktisch-organisatorischer Sicht (Art des Schadens, Art der Verletzungen/Erkrankungen, Anzahl Betroffener, Intensität/Ausmaß der Schädigung, Zusatzgefährdungen, Schadensentwicklung, Vorhandene Kräfte und Einheiten, Verbandsmaterial, Medikamente, medizinisches Gerät, Transportkapazität)
  • Beurteilung, Standortfestlegung und Einrichtung von Verletztenablagen, Behandlungsplätzen, Verletztensammelstellen, Rettungsmittelhalteplätzen, Bereitstellungsräumen und Hubschrauberlandeplätzen
  • Leitung des Einsatzes der unterstellten Kräfte
  • Erfassung der Betroffenen (Registrierung)
  • Organisation des Verletztenabtransports (in Abstimmung mit der Rettungsleitstelle und unter Berücksichtigung der Festlegungen des LNA)
  • Verbindung zur Rettungsleitstelle und zur übergeordneten Führung (Anforderungen und Lagemeldungen)
  • Anforderung/Nachforderung von Einsatzpotential bei der Rettungsleitstelle in Abstimmung mit dem bzw. auf Anforderung des LNA

Dazu sind gute Kenntnis der regionalen Rettungsdienststrukturen, einsatztaktische Ausbildung, Einsatzerfahrung und Führungskompetenz notwendig. Der OrgL ergänzt damit die notfallmedizinischen Kenntnisse des Leitenden Notarztes.

Organisatorische Leiter sind meist erfahrene Rettungsassistenten mit einer Zusatzausbildung. Sie üben ihre Tätigkeit häufig ehrenamtlich oder im Rahmen ihres rettungsdienstlichen Berufes aus.

 

Norm

Das Deutsche Institut für Normung eV. (Normenausschuss Rettungsdienst und Krankenhaus NARK und der Normenausschuss Feuerwehrwesen FNFW) definiert den Begriff in der DIN 13050 "Rettungswesen, Begriffe" (Entwurf vom April 2000):

3.27 Organisatorischer Leiter Rettungsdienst (OrgL)

Eine im Rettungsdienst erfahrene Person, die den Leitenden Notarzt beim Einsatz unterstützt und organisationstechnische Führungs- und Koordinationsaufgaben übernimmt. Sie verfügt über die entsprechende Qualifikation mit dem Schwerpunkt der Führung. Sie wird von der zuständigen öffentlichen Stelle berufen.

 

Voraussetzungen, Aus- und Fortbildung

Als OrgL soll nur bestimmt werden, wer Rettungsassistent ist, über eine mindestens fünfjährige Einsatzerfahrung im Rettungs-/Sanitätsdienst verfügt, regelmäßig im Einsatz tätig ist, über umfassende Kenntnisse der regionalen Organisation und Leistungsfähigkeit des Rettungs-/Sanitätsdienstes und des Gesundheitswesens verfügt und eine Führungsausbildung durchlaufen hat.

Die Führungsausbildung besteht in der internen Ausbildung der Hilfsorganisation, zusätzlich müssen alle OrgL an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried einen einwöchigen Lehrgang durchlaufen.

Die tätigen OrgL werden in den Bereichen Führungsorganisation, Führungstaktik und Bewältigung von Schadensereignissen mit zahlreichen Betroffenen fortgebildet.

 

Alarmierung und Einsatzindikationen

Die Rettungsleitstelle alarmiert den OrgL bei

  • Katastrophen und bei größeren Schadensereignissen mit zehn und mehr Verletzten;
  • Schadensereignissen, bei denen mehr als drei Notärzte zum Einsatz kommen;
  • sonstigen Schadenslagen, bei denen es nach dem Meldebild einer besonderen Koordinierung bedarf.

 

(Quelle: Wikipedia)